Elektromobilität ist eine Investition in die Zukunft

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Das Auto der Zukunft fährt elektrisch – so jedenfalls sieht es die Energiewendepolitik des Bundes vor. Doch für Elektroautos braucht man Ladesäulen. Die gibt es in Beckum bislang nur vereinzelt. Evb und Stadt Beckum gehen  nun gemeinsam  in die Offensive. Vier neue Ladestellen sollen das Angebot vor Ort substanziell erweitern. „Die evb will dazu beitragen, Beckum elektromobil zu machen. Hierfür werden wir in den kommenden Jahren massive Anstrengungen unternehmen“, sagt Dennis Schenk, Geschäftsführer der Energieversorgung Beckum.

Vor ein paar Jahren waren Elektroautos noch teuer und unpraktisch. Als Alternative zum klassischen Diesel oder Benziner kamen sie nicht infrage. Doch diese Zeiten sind vorbei. Immer mehr elektrisch betriebene oder unterstützte Fahrzeuge sind auf den Straßen unterwegs. Was gestern noch nach Science-Fiction klang, rückt heute in greifbare Nähe. Die Politik fördert und fordert diese Entwicklung. Einschlägige Gesetze und immer bessere Technik ebnen den Weg in die elektromobile Zukunft.

Die evb will Beckum nun in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung mit der notwendigen Infrastruktur für den bevorstehenden Wandel ausstatten. Für vier neue Ladesäulen mit insgesamt 8 Plätzen stellt die Stadt Beckum der evb Parkraum zur Verfügung: auf dem Rathausparkplatz und dem Parkplatz Elisabethstraße in Beckum sowie auf der P + R-Anlage Bahnhofstraße und der Gustav-Moll-Straße in Neubeckum. „Um unsere lokalen Klimaziele zu erreichen, ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das Projekt passt perfekt in das gesamtstädtische Handlungsprogramm im Rahmen des ‚Masterplan 100 % Klimaschutz‘“, meint Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann.

Der Ausschuss für Umwelt, Bauen, Energie und Vergaben der Stadt Beckum hatte einstimmig grünes Licht für die 4 Ladesäulen gegeben. Sie werden mit Geldern aus dem Förderprogramm zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bezuschusst. „Wir freuen uns, mit diesem Beitrag für den Klimaschutz in ein neues Zeitalter zu starten. Als Unternehmen der örtlichen Daseinsvorsorge wollen und müssen wir hier mit gutem Beispiel vorangehen“, meint Schenk.

Beckums Klimaschutzmanager Tobias Illbruck zeigt auf: „Wenn bis zum Jahr 2030 der Anteil der E-Mobilität in Beckum auf 17 Prozent steigt, brauchen wir etwa 190 solcher Ladestationen in Beckum.“ „Wir haben also noch einiges vor“, ergänzt Schenk.

Während die neue Technologie kommt, muss eine alte weichen: Mit Ablauf des Jahres 2017 wird die Erdgastankstelle an der Neubeckumer Straße geschlossen. „Als klimaschonende und kostengünstige Alternative zu Benzin und Diesel konnte sich Erdgas in den vergangenen Jahren leider nicht behaupten. Deshalb ziehen wir nun die Konsequenzen und rüsten unsere Erdgastankstelle ab“, sagt Schenk.

Die Gründe hierfür seien vielfältig. Am Ende müssten sich Energiewirtschaft, Automobilindustrie und Politik wohl eingestehen, die Alternative Erdgas nicht bis zum Ende mit Herzblut verfolgt zu haben. Bei der Elektromobilität sei das nun anders. „Politische Konzepte und Gesetzgebung greifen hier viel besser ineinander. Außerdem ist der Handlungsdruck aufgrund der zu erfüllenden Klimaziele deutlich größer als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren“, resümiert Schenk. Besitzer von Erdgasfahrzeugen müssen dennoch nicht um ihre Mobilität fürchten. Alternative Erdgastankstellen gibt es in der unmittelbaren Umgebung, zum Beispiel in Ennigerloh (Neubeckumer Straße 36) und in Oelde (In der Geist 110).

 

Bildquelle: Die Glocke vom 20.12.2017

 

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