Floegel: „Dem autonomen Fahren gehört die Zukunft“

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Beckum (gl). „Mobilität der Zukunft“, dieses richtungsweisende Thema hat beim Energie-Dialog der Energieversorgung Beckum (evb) im Mittelpunkt gestanden. Elektroautos als mobiler Speicher, das autonome Fahren oder Möglichkeiten des Car-Sharings – das waren nur einige Bereiche, die während der Veranstaltung in der Beckumer  evb-Geschäftsstelle zur Diskussion standen.

„Es wird sich in unserem Leben viel verändern“, nannte evb-Aufsichtsratsvorsitzender Karsten Koch gute Gründe, sich mit dem Thema „Mobilität zu beschäftigen. Koch verwies auf „unglaubliche Entwicklungen“, durch die viele neue  Geschäftsmodelle entstehen würden – auch für die evb.

evb-Geschäftsführer Dennis Schenk gab den zahlreichen Besuchern, unter denen auch Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann war, Informationen über die vielgenannte Mobilität. Pro Tag würden in Deutschland rund 3,2 Milliarden Kilometer zurückgelegt, was pro Person 39 Kilometer bedeutet. Drei Viertel dieser Strecken werden mit dem Pkw bewältigt. Das unterstreiche die Bedeutung des Themas.

Der Einsatz des Autos als ein mobiler Speicher – das war eine der Visionen, die Schenk seinen Zuhörern erläuterte. Energie-Fahrzeuge könnten bei Bedarf auch Energie abgeben, nannte er neue Anwendungsfelder.

Raphael Floegel von „Die Netzwerk Partner“, das ist ein Zusammenschluss von 126 Energieversorgern aus ganz Deutschland mit Hauptsitz in Essen, griff das Thema „Mobilität der Zukunft“ auf. Die Elektromobilität habe einen Zuwachs im Jahr um 58 Prozent zu verzeichnen gehabt. Die Zahl der Fahrzeuge sei von 34 000 auf 54 000 gestiegen. Die damit zu erzielende Ökobilanz hingegen sei vom Strom-Mix abhängig. „Nur der radikale Einsatz von Ökostrom führt zum Erfolg“, bezog Floegel klar Stellung. Die Nachfrage nach dem Individualverkehr sei weiterhin sehr stark. Das Car-Sharing sei daher ein gangbarer Weg, stellte der Referent fest. Diese Möglichkeit nutzen derzeit rund zwei Millionen Menschen in 700 Städten mit 27 000 Fahrzeugen.

Dem autonomen Fahren gehöre die Zukunft, war sich Floegel sicher. Er prognostizierte, dass das ab Mitte der 2020er-Jahre sicher sei und sich durchsetzen werde.

„Die Mobilitätsgesellschaft wird sich in der Zukunft verändern“, fasste Floegel zusammen. Es werde weniger eigene Autos geben. Während heute noch etwa 47 Millionen Fahrzeuge auf den Straßen rollen, würden das im Jahr 2035 nur noch etwas zehn Millionen sein, prognostizierte der Referent.

Quelle: die Glocke vom 10.11.2018