Gutes Jahr 2015 trotz Kosten für Gekko-Ausstieg

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Die Energieversorgung Beckum (EVB) kann auf eine positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2015 zurückblicken. Das haben gestern Geschäftsführer Dennis Schenk und Aufsichtsratsvorsitzender Karsten Koch im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich gemacht. Zwar sei der Jahresüberschuss leicht unter dem Vorjahresergebnis geblieben. Das hingegen liege im Wesentlichen am Verkauf der Anteile am Steinkohlekraftwerk in Hamm. Der Gekko-Ausstieg wirkte sich mit rund 1,4 Millionen Euro negativ auf das Ergebnis der EVB aus.

„Wir haben die Gekko-Beteiligung zum richtigen Zeitpunkt beendet. Das war zwar eine große Belastung, aber die haben wir gut verkraftet.“ Für Karsten Koch war der Schlussstrich unter Gekko die richtige Entscheidung. Jetzt habe die EVB keine Altlasten mehr zu tragen und sei frei für neue Aktivitäten. Insgesamt hat Gekko die EVB rund sechs Millionen Euro gekostet, ergänzte Dennis Schenk.

In 2015, dem ersten kompletten Geschäftsjahr unter der Leitung von Geschäftsführer Schenk, sei deutlich erkennbar gewesen, was im Unternehmen neu initiiert und umgesetzt worden sei. „Wir sind mit seiner Arbeit hochzufrieden, das war ein guter Griff bei der Besetzung der Geschäftsführung“, stellte Koch fest. Mitarbeiter, Kunden und die beiden Anteilseigner, Stadt Beckum (zwei Drittel) und RWE (ein Drittel), seien zufrieden. „Das funktioniert gut“, führte der Aufsichtsratsvorsitzende weiter aus.

Aktive Kundenbindung steht im Fokus

„Die EVB hat sich sehr positiv entwickelt. Das betrifft zum einen die Ausrichtung auf das Kerngeschäft und zum anderen dessen Stabilisierung.“ Geschäftsführer Dennis Schenk stellte gestern im Gespräch mit der „Glocke“ eine erfolgreiche Jahresbilanz des heimischen Energieversorgers vor. Dazu habe man im Vorjahr zahlreiche Aktionen zur aktiven Kundenbindung umgesetzt. Der weitere Umbau des Unternehmens in Richtung Kundenorientierung und -bindung sei auf einem guten Weg. „Wir wollen noch mehr auf die Kundenbedürfnisse eingehen und aus dem reinen Energieversorgungsbetrieb heraustreten“, stellte Schenk fest und nannte hier als Beispiele die durchgeführte Smart-Home-Aktion und das Gutscheinheft mit 65 beteiligten Partnern und 17 000 Exemplaren, das den Kunden einen Mehrwert gebracht habe.

Der Geschäftsführer stellt auch die Zahlen der EVB-Bilanz vor. Hier liegt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern in 2015 bei 2,13 Millionen Euro rund 865 000 Euro unter dem Vorjahresergebnis. Das liege am erwähnten Verkauf der Gekko-Anteile, was sich im Saldo mit 1,4 Millionen Euro auf das Ergebnis ausgewirkt habe.

Der Geschäftsbericht weist Umsatzerlöse von gut 32,764 Millionen Euro einschließlich der Energiesteuer aus (knapp 30 Millionen ohne diese Steuer).

Die Umsatzerlöse wurden im Bereich Strom mit 19,044 Millionen Euro und beim Gas mit 10,621 Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis aus dem Stromnetz lag mit 840 000 Euro leicht unter dem des Vorjahres. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt gut 2,171 Millionen Euro (2,558 Millionen Euro in 2014).

„Als regionaler Versorger haben wir uns auch im vergangenen Jahr für die Förderung der örtlichen Vereine sowie der sozialen und kulturellen Institutionen engagiert“, berichtete Schenk von bereitgestellen 10 000 Euro.

Hier können Sie den Geschäftsbericht online einsehen.