Umwelt auf dem Stundenplan

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Martinskinder auf den Spuren von Solaranlagen und „Pups-Maschinen“

Beckum (epp). Ein Artikel von Sandra Epping

Wo kommt eigentlich der Strom her und wie funktionieren Solar- und Biogasanlagen? Diese und noch viel mehr Fragen rund um das Thema „Umweltfreundlich Wärme und Strom erzeugen“  wurden den Viertklässlern der Martinschule in Beckum gestellt. Unter der Leitung von Stefanie Oberdiek, die das Projekt in Kooperation mit der Energieversorgung Beckum (EVB) und der Stadt Beckum durchführte, konnten die Kinder ihre eigene Solar-und Biogasanlage herstellen. Eifrig bastelten die Kinder aus einem Schuhkarton, der mit schwarzem Seidenpapier ausgelegt wurde, mit einer halb gefüllten PET Flasche bestückt und zuletzt mit Klarsichtfolie bedeckt wurde, ihre eigene Solaranlage. Nun musste nur noch die Sonne ihr übriges tun, um das Wasser zu erwärmen.
Nach der kreativen Arbeit wechselte das Thema zur Biogasanlage.
Doch wie funktioniert diese denn nun? Der „Bio Ernie“, ein großes kindgerechtes Plakat, erklärt den Kindern genau, wie die Anlagen Getreide, Kompost oder Kot von den Bakterien in Gas und somit in Energie umwandeln. Eigentlich ist das Ganze doch eine riesige „Pups-Maschine“, erläutert Stefanie Oberdiek. Ja! Die Bakterien pupsen! Ein lautes Lachen und Naserümpfen ging durch die Klasse. Auch hier war wieder Eigeninitiative gefragt. Ausgerüstet mit einem Marmeladenglas ging es an die frische Luft, um eifrig Unrat, Blätter und Obstschalen zu sammeln. Mit ein wenig Wasser vermischt, zieren diese Miniversionen der Gasanlage nun sieben Tage die Fensterbank des Klassenraumes. Was genau danach passiert weiß jedes Kind wenn der Deckel geöffnet wird und das Gas zischend entweicht.
Fragen zu diesen Umweltthemen konnten anhand der Versuche schnell beantwortet werden.
So lernten die Mädchen und Jungen schnell was hinter der Energiewende steckt und wie eine verantwortliche Verwendung dieser aussehen kann.