evb hat seit Januar rund 9.500 Zählpunkte und mehr als 10.000 Gasgeräte erfasst – technische Anpassung erfolgt ab Februar 2027

Beckum. Bundesweit findet bis 2030 eine Umstellung bei der Erdgasversorgung statt. Planmäßig hat die Energieversorgung Beckum (evb) jetzt die erste Etappe der laufenden Anpassung von L- auf das energiereichere H-Gas abgeschlossen. Seit Anfang Januar hat der Netzbetreiber insgesamt rund 9.500 Zählpunkte und mehr als 10.000 Gasgeräte in Beckum, Neubeckum, Roland und Vellern erfasst. „Wir bedanken uns bei den Menschen in unserem Netzgebiet für die gute Kooperation mit den durch uns beauftragten Monteuren. Die Gas-Umstellung ist ein Projekt von großer Tragweite. Abgesehen von der gesetzlichen Vorgabe geht es dabei vor allem um den sicheren Weiterbetrieb des Erdgasnetzes und die gefahrlose Nutzung von Haushaltsgeräten“, sagt Ralf Feldhaus, Gasinstallateurmeister Team Zentrale Dienste bei der evb. Mit der Erhebung hat die evb die erforderliche Datengrundlage für den nächsten Schritt geschaffen und diese im sogenannten Geräteclearing validiert: Ab Februar 2027 passt der Netzbetreiber alle Gasgeräte in seinem Netzgebiet technisch an. Betroffen sind dabei alle Geräte, die direkt mit Erdgas betrieben werden – etwa Gasherde, Gasthermen oder Gasöfen. In der Zwischenzeit kümmert sich der von der evb beauftragte Dienstleister ESK GmbH nun zunächst um die Beschaffung der erforderlichen Materialien.

 

Für Verbraucher bedeutet die technische Anpassung, dass sie im ersten Halbjahr 2027 nochmals Besuch von Monteuren im Auftrag der evb bekommen, die die erhobenen Gasgeräte auf die neue Erdgasart einstellen, beispielsweise durch den Austausch der Gasdüsen. Die technische Anpassung ist für Privathaushalte und Gewerbekunden kostenfrei. Ausgenommen sind mögliche Kosten für Reparaturen, Wartung oder einen Geräteaustausch, diese sind von der Geräteigentümern selbst zu tragen. Die Umstellung betrifft alle Erdgaskunden, unabhängig davon, ob sie ihr Gas von der evb oder einem anderen Lieferanten beziehen. Sie soll bis zum zweiten Quartal 2027 abgeschlossen sein.

 

Was steckt hinter der Gas-Umstellung?

Erforderlich ist die bundesweite Umstellung von L- auf H-Gas, weil das bislang genutzte L-Gas (low-calorific) bis 2030 durch das energiereichere H-Gas (high-calorific) ersetzt werden soll – und das deutschlandweit. Hintergrund ist die schrittweise Einstellung der L-Gas-Förderung in den Niederlanden – dem Hauptlieferanten dieser Gasart. L-Gas und H-Gas unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung, zudem verfügt H-Gas über einen höheren Brennwert. Liefern können das H-Gas mehrere Länder, darunter Großbritannien, Norwegen und die USA.

 

Anpassung der Gasgeräte ab 2027

Wie die im Februar 2027 startende technische Anpassung der Gasgeräte im Netzgebiet ablaufen wird, teilt die evb etwa drei Wochen vorab per Post mit. Verbraucher müssen nichts unternehmen. Für die Koordination arbeitet die evb ebenfalls mit der ESK GmbH zusammen. Im Erdgasbüro steht der Dienstleister Verbrauchern bei Anliegen und Fragen zur Seite. Er ist für Rücksprachen telefonisch unter 02301 89530-83 oder per Mail an erdgasumstellung@evb-beckum.de erreichbar.

 

 

Ergasumstellung in Beckum

 

 

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