evb errichtet neue 10-kV-Station auf dem Ladepark-Gelände in der Bauknechtestraße – wichtiger Schritt für Energiewende – Anschlussarbeiten laufen bis Ende November
Beckum. Am vergangenen Montag (5. Oktober) ist sie per Schwerlastkran errichtet worden: Die neue 10-kV-Hauptverteilerstation der Energieversorgung Beckum (evb) auf dem Ladepark-Gelände in der Bauknechtestraße. Die Station wird in den nächsten Tagen installiert, bis Ende November sind die Anschlussarbeiten abgeschlossen. Die in Holzbauweise erstellte Station fungiert dabei als intelligenter Netzknotenpunkt. Künftig wird immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen ins Netz eingespeist, gleichzeitig wächst die Ladeinfrastruktur – und viele Haushalte stellen auf Wärmepumpen um. Um die schwankenden Lasten und Einspeisungen aufzunehmen und regional zu verteilen, braucht es ein starkes, intelligentes Netz. „Die neue Station ist ein entscheidender Schritt für das Gelingen der Energiewende vor Ort. Damit sichern wir die Netzstabilität für die kommenden Jahre und schaffen auch die technischen Voraussetzungen für den Ausbau der lokalen Infrastruktur“, sagt Christoph Wewelkamp, Teamleiter Planung Netzbau und -betrieb Strom bei der evb.
Holzbaukörper ist recyclebar
Das Stationsgebäude des Herstellers Koopmann Energie und Elektrotechnik aus Cloppenburg ist begehbar, sieben Meter lang, knapp drei Meter hoch und drei Meter breit. Insgesamt wiegt die Station samt der darin enthaltenen Schalt- und Regeltechnik rund 25 Tonnen, durch den modernen Holzbaukörper ist sie deutlich leichter als herkömmliche Betonstationen und darüber hinaus recyclebar. Das im Holz gespeicherte CO2 bindet langfristig Kohlenstoff und hat damit eine bessere Klimabilanz als Beton. Die kubische Form ermöglicht außerdem eine Dachbegrünung.
Moderne Technik im Einsatz
Die neue Hauptverteilstation enthält eine hochmoderne Schaltanlage, die ohne das Isoliergas Schwefelhexafluorid (SF6) auskommt. Bislang wurde dieses Gas in vielen Schaltanlagen standardmäßig zur elektrischen Isolation genutzt. Da SF6 ein Treibhausgas ist, dürfen laut EU-Verordnung seit dem 1. Januar 2026 neue Mittelspannungsschaltanlagen bis einschließlich 24 Kilovolt grundsätzlich nicht mehr mit fluorierten Treibhausgasen wie SF6 in Betrieb genommen werden.

Bildunterschrift: Per Schwerlastkran wurde sie aufgestellt: Die neue Hauptverteilerstation auf dem Gelände des evb-Ladeparks in der Bauknechtestraße. Bei zunehmender Einbindung regenerativer Energien in die Stromerzeugung braucht es ein starkes, intelligentes Netz. Die neue Station fungiert als intelligenter Netzknotenpunkt.