evb empfiehlt fachgerechte Wartung vor dem Start der Heizsaison – hydraulischer Abgleich verbessert Wärmeverteilung – Energieversorger gibt Tipps für den Alltag

Bevor die Heizung im Herbst und Winter wieder täglich läuft, lohnt sich ein genauer Blick auf die Anlage. Die Energieversorgung Beckum (evb) empfiehlt Hauseigentümern, ihre Heizung regelmäßig und am besten vor Beginn der Heizsaison von einem Fachbetrieb warten zu lassen. Dabei können Fachleute mögliche Störungen früh erkennen und prüfen, ob die Anlage effizient eingestellt ist. „Eine Heizung kann technisch einwandfrei funktionieren und trotzdem mehr Energie verbrauchen als nötig. Entscheidend ist, dass sie richtig eingestellt ist und die Wärme dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, sagt Ralf Feldhaus, Gasinstallateur-Meister im Team Zentrale Dienste bei der evb.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz schreibt vor, wichtige Bestandteile einer Heizungsanlage regelmäßig fachkundig warten zu lassen. Für ältere Heizungen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder anderen Nutzungseinheiten gelten zusätzliche Vorgaben. So müssen ältere wassergeführte Heizungsanlagen – etwa Anlagen, die ihre Wärme über Heizkörper oder eine Fußbodenheizung verteilen – in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder anderen Nutzungseinheiten überprüft und bei Bedarf optimiert werden. Fachleute nehmen dabei unter anderem die Einstellungen der Anlage, die Heizungspumpe, die Dämmung der Leitungen und die Vorlauftemperatur unter die Lupe. Für Wärmepumpen gelten eigene Prüf- und Optimierungsvorgaben. Ziel ist jeweils, die Heizung möglichst effizient zu betreiben.

 

Wärme gleichmäßig im Haus verteilen

Werden einige Heizkörper sehr warm, während andere Räume kaum auf Temperatur kommen, kann ein hydraulischer Abgleich sinnvoll sein. Dabei stimmt ein Fachbetrieb das Heizsystem so ab, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge erhält, die für den jeweiligen Raum erforderlich ist. Das verbessert die Wärmeverteilung und kann den Energieverbrauch senken. Besonders bei Wärmepumpen und modernen Heizsystemen trägt eine gut abgestimmte Anlage dazu bei, effizient zu heizen.

 

Was man selbst tun kann

Gluckert ein Heizkörper oder wird er nicht vollständig warm, befindet sich möglicherweise Luft im System. Dann kann Entlüften helfen. Dazu das Thermostat vollständig öffnen, einen Behälter unter das Entlüftungsventil stellen und das Ventil vorsichtig mit dem passenden Schlüssel öffnen. Sobald keine Luft mehr entweicht und Wasser austritt, wird es wieder geschlossen. Anschließend sollte der Druck im Heizsystem kontrolliert werden. In Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizung sollten Mieter sich dazu mit der Hausverwaltung abstimmen.

Auch im Alltag lässt sich unnötiger Energieverbrauch vermeiden. Heizkörper sollten möglichst freistehen und nicht von Möbeln oder langen Vorhängen verdeckt werden. Staub auf den Lamellen beeinträchtigt ebenfalls die Wärmeabgabe. Programmierbare Thermostate können zudem dabei helfen, die Raumtemperatur passend zu Tageszeit und Nutzung automatisch zu regeln. Ein häufiger Irrtum: Ein voll aufgedrehtes Thermostat heizt einen kalten Raum nicht schneller auf. Die eingestellte Stufe bestimmt lediglich, wie warm der Raum werden soll.

Weitere Tipps zum sparsamen Umgang mit Energie hat die Energieversorgung Beckum in ihrer Energiesparbroschüre zusammengestellt. Sie steht unter www.evb-beckum.de/service/energiesparen/ zur Verfügung.